Inmitten des bunten Treibens der Stadt Juchitán de Zaragoza, stechen die Muxes, eine besondere Gruppe von Frauen, hervor. Obwohl sie als Männer geboren wurden, identifizieren sie sich als Frauen. Innerhalb der zapotekischen Kultur werden sie als das “dritte Geschlecht” anerkannt und spielen eine einzigartige Rolle in der Gesellschaft. Traditionell übernehmen Muxes Tätigkeiten, die üblicherweise Frauen vorbehalten sind, wie beispielsweise den Handel auf dem Markt, Handwerksarbeiten oder andere geschäftliche Aktivitäten. Sie kleiden sich in ebenso bunte Kleidung wie die Frauen und mischen sich bei Festen und im Alltag unter die Frauenschar.

Das Jonglieren zwischen den Geschlechterrollen erregt in Juchitán kein Aufsehen, da es als ein Privileg angesehen wird, Frau zu sein. Die Muxes haben die Freiheit, ihren eigenen familiären Weg zu wählen. Sie können entscheiden, ob sie im Haus ihrer Mutter bleiben oder eine eigene Familie gründen möchten.

Trotz ihrer besonderen Rolle und Akzeptanz in der Gemeinschaft stehen die Muxes vor Herausforderungen. Sie müssen mit Vorurteilen und Diskriminierung umgehen, sowohl innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft als auch in der Gesellschaft im Allgemeinen. Dennoch genießen sie innerhalb der matriarchalen Struktur der Juchitecas große Anerkennung und haben die Möglichkeit, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Victor, Juchitán de Zaragoza, 2022
Julia, Juchitán de Zaragoza, 2022
Naomi, Juchitán de Zaragoza, 2022
Croacia, Juchitán de Zaragoza, 2022
Jade mit Familie, Juchitán de Zaragoza, 2022
Jade, Juchitán de Zaragoza, 2022
Victor mit Schleier, Juchitán de Zaragoza, 2022
Jade, Juchitán de Zaragoza, 2022
Naomi, Juchitán de Zaragoza, 2022
Croacia, Juchitán de Zaragoza, 2022
Julia mit Hund, Juchitán de Zaragoza, 2022
Naomi und Jade, Juchitán de Zaragoza, 2022
Julia, Juchitán de Zaragoza, 2022